Aufenthalts- & Arbeitsbewilligung

Um sich in der Schweiz niederzulassen, benötigt man eine Aufenthaltsbewilligung. Wer hier arbeiten will, braucht zudem eine Arbeitsbewilligung. Es gibt verschiedene Bewilligungsarten, die mit unterschiedlichen Arbeits- und Niederlassungsrechten verbunden sind. Die Bewilligungen sind jedes Jahr in limitierter Zahl erhältlich. Über die Gewährung entscheiden grundsätzlich die Kantone im Rahmen der ihnen vom Bund zugeteilten Kontingente.

Allgemeines System – Bürger aus EU- oder EFTA-Staaten

Seit dem 1. Juni 2004 ist die Erteilung von Aufenthaltsbewilligungen für Bürger der Europäischen Union (EU) und der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) in Anwendung des Abkommens über den freien Personenverkehr der Europäischen Union stark vereinfacht.

  • Bei einem Arbeitsverhältnis von maximal drei Monaten wird keine Bewilligung benötigt. Eine einfache Anmeldung via Internet auf der Homepage der zuständigen Bundesbehörde genügt und der Arbeitnehmer kann seine Stelle sofort antreten. 
  • Übersteigt die Tätigkeit die Dauer von drei Monaten, muss immer eine Aufenthaltsbewilligung beantragt werden. Das Gesuch ist bei der Einwohnerkontrolle der Wohngemeinde oder der Arbeitsgemeinde, falls es sich um einen Grenzgänger handelt, einzureichen. Die Bewilligung wird vom Bevölkerungsdienst (Service de la population, SPOP) basierend auf der Anmeldung und dem neuen Formular Bewilligungsgesuch erteilt. Die vorgesehene Tätigkeit kann sofort, beziehungsweise ohne Warten auf die Bewilligung, begonnen werden.

Diese neuen Bestimmungen gelten für alle Bürger der Mitgliedstaaten der Europäischen Union, die das Abkommen über den freien Personenverkehr unterzeichnet haben.

Das Erweiterungsprotokoll über die Freizügigkeit, das am 1. April 2006 in Kraft getreten ist, sieht indessen vor, dass die Arbeitnehmer der neuen Mitgliedstaaten der Europäischen Union (Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowakei, Tschechien, Ungarn, Slowenien) die freie und vollständige Freizügigkeit erst ab 1. April 2011 erhalten. Dieses Protokoll betrifft Bulgarien und Rumänien nicht. Die Bürger dieser Länder gelten immer noch als Nicht-Mitglieder der EU.

Bürger aus Drittland

Aufenthalts- und Arbeitsbewilligungen werden in der Regel nur Bürgern der Mitgliedstaaten der EU und der EFTA gewährt. Stammt der Kandidat aus einem Nicht-Mitgliedstaat (Drittland), erhält er nur dann eine Aufenthaltsbewilligung, wenn er ein ausgewiesener Fachmann ist oder von einem Unternehmen mit grosser Verantwortung betraut wurde. Verfahren und Vorgehen für das Arbeitsbewilligungsgesuch eines Bürgers aus einem Drittland sind im Wesentlichen für jede Bewilligungsart gleich:

Das vollständige Dossier ist vom Arbeitgeber zur Voranmeldung bei den Gemeindebehörden (Ausländerangelegenheiten) einzureichen. Dann wird es den zuständigen kantonalen Behörden für Arbeitsmarkt und Fremdenpolizei zugestellt. Sind die Bedingungen für die Bewilligung erfüllt, wird der Arbeitgeber vom Arbeitsamt entsprechend informiert und das Dossier zwecks Billigung an die Bundesbehörde überwiesen.

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