Positive Schlussbilanz der Schweizer Beteiligung am 6. Forschungsrahmenprogramm der EU

09.07.2008

Das Staatsekretariat für Bildung und Forschung hat eine Analyse der Schweizer Beteiligung am 6. Europäischen Forschungsrahmenprogramm publiziert. Diese zeigt, dass die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Forschung verglichen mit derjenigen der übrigen Teilnehmerländer überdurchschnittlich hoch ist, dies insbesondere in den Bereichen Lebenswissenschaften und Gesundheit, Nanotechnologien und Informationstechnologien. Aus diesem Grund konnte die Schweiz einen gemessen an ihren Zahlungen ans 6. Forschungsrahmenprogramm der EU positiven finanziellen Rückfluss erzielen.

Die Mittelzusprache aus den Budgets der Europäischen Forschungsrahmenprogramme (FRP) geschieht im Wettbewerb. Mit Fördermitteln ausgestattet werden diejenigen Gesuchsteller, deren Projekte Topniveau haben. Für das gesamte 6. FRP schlägt die Schweizer Forschung mit 1914 Teilnahmen an 1355 verschiedenen Forschungsprojekten zu Buche, was einem Anteil von 2,6 Prozent aller Beteiligungen entspricht. Mit diesem Wert kommt die Schweiz, gleichauf mit Österreich auf Platz 11 aller ins 6. FRP involvierten Länder zu liegen. Die drei mit deutlichem Abstand aktivsten Länder sind Deutschland (13,9 %), Grossbritannien (11,9 %) und Frankreich (10,7 %).

Nimmt die Schweiz im Ranking der Länder nach Anzahl der Beteiligungen Platz 11 ein, so liegt sie im Hinblick auf das Volumen der aus dem Budget des 6. FRP zugesprochenen Fördermittel im Ländervergleich gar auf Rang 9. Die drei bedeutendsten Teilnehmerländer ziehen 17,9 % (Deutschland), 14,4 % (Grossbritannien) und 12,6 % (Frankreich) der gesamten Fördermittel an. Der Schweizer Anteil von 3,1 Prozent am Gesamtbudget des 6. FRP entspricht Fördermitteln in der Höhe von CHF 793 Millionen. Mit diesem Wert liegt die Schweiz deutlich vor Konkurrenten etwa wie Österreich, Dänemark, Finnland und  Norwegen.

Die europäischen Fördermittel sind vorab in die Schweizer Hochschulen geflossen (ETH-Bereich: 270 Mio. CHF, Kantonale Universitäten: 219 Mio. CHF, Fachhochschulen: 18 Mio. CHF), profitiert hat aber durchaus auch die forschende Privatwirtschaft (KMU: 111 Mio. CHF, Grossindustrie: 92 Mio. CHF).

Die Schweizer Forschungsaktivitäten im 6. FRP sind auf die Bereiche ,Informationstechnologien" (225 Mio. CHF), ,Lebenswissenschaften und Gesundheit" (161 Mio. CHF) und, Nanotechnologie, Werkstoffe, neue Produktionsverfahren" (92 Mio. CHF) konzentriert.

185 Projekte im 6. FRP werden von Schweizer Forschenden koordiniert. In fast 4/5 aller Fälle stammten die Projektleiterinnen und -leiter aus dem Hochschulbereich (ETH: 76 Projekte, Universitäten: 68 Projekte), Vertreter von Privatunternehmen leiteten 15 Projekte.

Das 6. FRP hat zu gut 32 000 Forschungskooperationen zwischen schweizerischen und europäischen Teams geführt. Zu den wichtigsten Partnerländern der Schweiz zählten Deutschland, Frankreich sowie Grossbritannien, also diejenigen Länder, die im 6. FRP den höchsten Aktivitätsgrad aufwiesen.

Die Schweiz hat 780 Millionen CHF oder 2,68 Prozent an das Gesamtbudget des 6. FRP (19,3 Mrd. Euro) beigesteuert. Demgegenüber vermochte die Schweizer Forschung einen Anteil von 3,06 Prozent der Projektfördermittel auf sich zu ziehen. Setzt man die je Land gewährten Fördermittel in Relation zur jeweiligen finanziellen Beteiligung an der Budgetausstattung eines FRP, ergibt sich für die Schweiz ein Rückflusskoeffizient von 1,14. Die Schweizer Forschenden waren also bei der Zusprache von Fördermitteln aus dem 6. Forschungsrahmenprogramm der EU überdurchschnittlich erfolgreich.

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Laurent Salzarulo, Wissenschaftlicher Berater Multilaterale Forschungszusammenarbeit
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Quelle : Staatssekretariat für Bildung und Forschung


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