«Die EPFL spielt eine zentrale Rolle für die technologische Innovationen der Region. Sie bietet Unternehmen eine Zusammenarbeit im Bereich Forschung und Technologie-Transfer, Rekrutierung von Spitzeningenieuren und zielorientierter Weiterbildungsprogramme.»

Welche Rolle spielt die EPFL bei der wirtschaftlichen Entwicklung des Kantons und was bringt die Hochschule den in der Region ansässigen Unternehmen?

Die EPFL spielt eine zentrale Rolle für die technologische Innovation der ganzen Region. Sie fördert die Schaffung von Technologie-Produkten und -Unternehmen mit hohem Mehrwert. Man weiss aufgrund verschiedener Studien, dass die Wertsteigerung der technologischen Forschung im Allgemeinen in der Nähe des Innovationsstandortes erfolgt. Die EPFL stellt im Netz der hochstehenden Forschungs- und Lehranstalten in der Westschweiz ein Schlüsselelement dar, eine Art „Silicon Valley“ am Genfersee. Darüber hinaus werden über die EPFL zahlreiche Unternehmen in Form von Start-ups oder Spin-offs gegründet.

Den in der Region ansässigen Unternehmen kann die EPFL drei Dinge bieten: Zusammenarbeit bei Forschungsprogrammen, Rekrutierung von Spitzeningenieuren und schliesslich eine ständige Weiterbildung der Führungskräfte in verschiedensten technologischen Spitzenbereichen oder im Technologie-Management. Zudem führen wir auch massgeschneiderte Kurse für Unternehmen durch.

Wie positioniert sich die EPFL im internationalen Vergleich der Hochschulen, welches sind ihre Stärken?

Die EPFL gehört gemäss internationalen Untersuchungen, zum Beispiel durch das Magazin Newsweek, zu den fünfzig besten Universitäten der Welt und zu den zehn besten Europas. Im Technologiebereich wird sie noch höher bewertet. Die EPFL ist eine internationale Hochschule, das ist eine ihrer Stärken. Unter den Professoren und Studierenden befinden sich 110 Nationalitäten und 65% der Professoren kommen aus dem Ausland. Die EPFL zieht dank ihrer Forschung und der Lebensqualität, die die Region bietet, Wissensträger aus der ganzen Welt an. Die Lebensqualität ist für Hochschulprofessoren ein nicht zu vernachlässigendes Argument. Zudem haben die Menschen aller Nationalitäten hier kaum Probleme mit der Integration.

Welches sind Ihrer Meinung nach die Vorzüge der Region betreffend Technologie-Transfer und Zusammenarbeit mit den Unternehmen?

Die Westschweiz hat viele renommierte Forschungs- und Lehranstalten von internationalem Ruf in verschiedenen Bereichen: die EPFL (Technologie), die ECAL (Design), das IMD (Management), die EHL (Hospitality), die Universität Lausanne und das CHUV (Medizin) in Lausanne, das CERN (Physik) und die Universität Genf in 45 Minuten Entfernung. Nicht zu vergessen sind die zahlreichen FH, die in der angewandten Forschung und in der Entwicklung von Prototypen sehr aktiv sind. Alle Schulen arbeiten zusammen und bilden Synergien, von denen die ganze Region und die hier ansässigen Unternehmen profitieren. Die Initiative „Alliance“ zum Beispiel fungiert als einmaliges Portal und hilft Unternehmen, die an der Entwicklung von Forschungsprogrammen interessiert sind, beim Kontakt zu den für ihr Anwendungsfeld am besten geeigneten Instituten. Dies sichert den Technologie-Transfer und eine optimale Zusammenarbeit.