Hohe Produktivität, tiefe Soziallasten

Dank einem hochwertigen Bildungs- und Berufsausbildungssystem verfügt der Kanton Waadt über viele qualifizierte und oft mehrsprachige (Französisch, Englisch, Deutsch) Arbeitskräfte. Ein grosser Teil der Bevölkerung hat eine höhere Ausbildung absolviert. Im Weiteren kann der Kanton Waadt auf eine grosse Anzahl Grenzarbeiterinnen und –arbeiter aus Frankreich zählen.

Die Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union (EU) und der Mitgliedsstaaten der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) können dank der bilateralen Abkommen in der Schweiz zu Sonderbedingungen arbeiten.

Die Arbeitsethik und die Motivation der schweizerischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind sehr hoch, Streiks gibt es praktisch keine. Gemäss einer Studie des IMD steht die Schweiz an erster Stelle bezüglich der Anzahl jährlich geleisteter Arbeitsstunden (40-42 Stunden pro Woche, vor allen europäischen Ländern und den USA). Auch auf dem Motivationsindex und bezüglich der Flexibilität der gesetzlichen Bestimmungen für Unternehmen steht die Schweiz zuoberst auf dem Podest. Letztere garantieren dem Arbeitnehmer viel Freiheit im Zusammenhang mit dem Abschluss von Arbeitsverträgen.

Die Nominalkosten der Arbeitskraft scheinen höher als im übrigen Europa, da sie den hohen Grad an Mehrwert der Schweizer Wirtschaft reflektieren. Berücksichtigt man aber die Produktivität, die längere Arbeitszeit und vor allem die deutlich tieferen Sozialabgaben im Vergleich zum übrigen Europa, erweist sich das schweizerische Lohnniveau als sehr wettbewerbsfähig, ja sogar als tiefer als jenes in Deutschland.

Die Schweiz verfügt über eines der wirksamsten und wirtschaftlichsten Sozialsicherheits- und Rentensysteme Europas. Die Sozialabgaben werden auf drei Pensionspläne aufgeteilt, die so genannten drei Säulen, deren Bedingungen sowohl für den Arbeitgeber als auch für den Arbeitnehmer sehr vorteilhaft sind.